Titel Star Wars Battlefront VR Mission

STAR WARS Battlefront: Die ersten Runden im X-Wing Cockpit der VR Mission

Dieser für Battlefront-Besitzer kostenlose VR-Part wurde vor einiger Zeit nur ganz kurz angekündigt und mit spärlichen Infos versehen. Heute, pünktlich zu Nikolaus und parallel zum letzten DLC zu STAR WARS Battlefront,  wurde EAs bzw. DICEs erster offizieller Versuch mit der virtuellen Realität veröffentlicht. Wie es sich anfühlt? Nun, alte X-Wing Freunde aus MS-DOS Zeiten fühlen sich pudelwohl.

Wie immer bei PSVR-Games liegt mir die ganze Aufmachung am Herzen, sprich wie sehen die Menüs, Menüpunkte, Pop-Ups, Schriften und Bedienung (Usability) aus? Ja, komplett loben kann ich hier DICE (EA Digital Illusions Creative Entertainment) nicht. Die Steuerung – außerhalb des X-Flüglers – erinnert an Batman Arkham VR, wo man zu gewissen Punkten hinteleportieren konnte, um der Motion Sickness entgegenzuwirken. Schonmal positiv. Der Hintergrund ist jedoch an das indirekte Hauptspiel “STAR WARS Battlefront” angelehnt, also in einem knallenden weiß gehalten. Vor dem TV wirkt das schlicht und “modern”, aber direkt per VR-Headset strahlt und brennt das Weiße, was für empfindliche Gamer für Kopf- und Augenschmerzen sorgen kann. Also ein dicker Minuspunkt. Hier hätte es etwas satteres Weiß mit viel Grauanteil oder ähnlich auch getan.

Die Schriften wirkten für mich nicht 100%ig scharf, was aber auch am PSVR-Headset und an der Tagesform liegen könnte. Eventuell sieht die Sache bei einer PS4Pro auch schon wieder schärfer aus. Der Rest, wie die Pop-Ups und sonstiger Kästchen mit Infos und Hinweisen wirken “VR-standartmäßig”, also nichts, was mich jetzt umhauen würde. Positiv gesehen, jedoch nichts, was mich negativ berichten lässt. 😉

 

OMG, der AT-AT

Was passiert als Erstes, nachdem man im Battlefront-Menü die VR-Mission startet und man die Sony-Hinweise bzgl. VR-Gefahren etc. überstanden hat? Nicht nur, dass ich vom weißen Licht fast geblendet werde – zuerst ist es zu hören und dann erkennt man es – ein riesengroßer AT-AT Kampfläufer marschiert vor mir vorbei und kaum im richtigen Menü, erlebt man schon was für Potentiale dank der Immersion bestehen. Danach sehe ich vor mir einen X-Wing, der scheinbar gewartet wird. Zumindest kann ich das annehmen, denn um mich herum herrscht ja nur das leere Weiße. Zumindest befinden sich alle möglichen Wartungsgeräte und Co. neben dem Sternenjäger der Rebellen. Wie bereits angesprochen, kann ich nun  von einem Aussichtspunkt zum Nächsten teleportieren, und so einmal von allen vier Himmelsrichtungen den X-Flügler betrachten. Ein Teleportations-Symbol befindet sich oben bei der Einstiegsklappe und nach dem Drücken zum Teleportieren, sitze ich im X-Wing selbst – auch wenn ich mich bzw. meine Figur bzw. dessen Körperteile nicht sehe.

 

Fass das ja nicht an! Ups, hab drauf gedrückt..

Vorbei sind scheinbar die Zeiten, wo sämtliche Knöpfe und Tasten in solchen Cockpits nur Texturen sind. Hier, bei EAs VR-Mission für ihren ersten Battlefront-Ableger, ist alles “echt”. Sprich, ich kann per Tastendruck des Controllers alles Mögliche bedienen. Zwar lösen die Meisten im Grunde nichts aus, trotzdem für das Herumspielen – sowas mag ich total –  richtig richtig fett. Selbst wenn kein Mechanismus bzw. Funktion ausgeführt ist, ist trotzdem ein Ton, Druck/Klickgeräusch oder ein Piepen, zu hören. Je öfter ich wahl- und planlos herumdrücke, “beschwert” sich die Astromech-Einheit. Natürlich verstehe ich den Droiden nicht, doch er klingt besorgt und verärgert und will mir scheinbar zu verstehen gebe, ich solle doch mit dem Quatsch aufhören. Ist das nicht geil? Von sowas, solchen Kleinigkeiten, bitte – egal in welchen Spielen – mehr davon!

StarWars Battlefront VR Mission Cockpit Screenshot, Quelle: StarWars.com

StarWars Battlefront VR Mission Cockpit Screenshot, Quelle: StarWars.com

Nach einem schriftlichen Hinweis geht es endlich los. Jetzt kann ich sogar noch meinen Charakter wählen, also ob ich männlich oder nicht doch vielleicht weiblich sein möchte. Zack, es geht los und jetzt sehe meinen Körper im orangenen Raumpilotenanzug. Es macht unheimlichen Spaß, sich überall umzusehen, seine X-Flügel mit den Laserkanonen zu sehen, hinter mir vont der “U2(?)” Einheit irgendwas gepiepst zu bekommen bzw. einfach das Panorama – sofern ich das so nennen kann – genießen. Die Texturen wirken allerdings auf meiner normalen PS4 nicht sooo sonderlich scharf, dass mir die Spucke wegbleibt. Alles, was weiter weg ist, wirkt unschärfer und die Farben sehen auch nicht so knallig aus. Ich schiebe dem PSVR-Headset die Schuld in die Schuhe und sehe an der Stelle darüber hinweg. Spätestens als einer der Nebulonfregatten an mir vorbei fliegen sind mir die  Treppchen und Unschärfe egal. Über den Comlink erhalten meine Staffel und ich einen Auftrag für eine Rettungsmission und los geht’s, Lichtgeschwindigkeit!

 

Das Jahr 1980 lässt im Asteroidenfeld grüßen

Meine Staffelkollegen und ich treten aus dem Hyperraum und vor uns ploppt quasi ein Asteroidenfeld auf. Sofort erinnere ich mich an TESB (The Empire Strikes Back – Das Imperium schlägt zurück) von 1980 – nicht dass ich ihn zu dem Zeitpunkt gesehen hätte – und muss an die Szenen des Millenium Falken denken, wie Han Solo ebenfalls durch solch Gesteinshaufchen manövriert, gejagt von imperialen TIE-Jägern und Sternenzerstörern.

 

 

Per Laserwaffe kann ich herankommende, kleinere Brocken pulverisieren und weiche den Größeren aus. Ich folge der Staffelführerin hin zum Zielobjekt. Jetzt geraten wir quasi in eine Falle, denn auch das geliebte Imperium (summe die Vader-Theme) taucht wie aus dem Nichts auf und will uns hindern zu fliehen. Schnell befinde ich mich in einem Kampf mit etlichen TIE-Fightern wieder und auch ein Star Destroyer mischt mit. Aufregung und Laserschüsse en masse. Die TIEs strömen nur so aus dem großen Kampfschiff und schnell wird klar, ich kann gar nicht alle Jäger abschießen. Ich soll lediglich die mir gegebenen Aufträge erledigen und das wars.

 

Fazit

Joa, schonmal nicht schlecht. Als Werbung für VR und Inspiration für andere Entwickler ganz nett. Klingt jetzt nicht so pralle, ist aber keinesfalls so gemeint. “Verkackt” hat EA es in meinen Augen zumindest nicht, aber auch nicht “alles” herausgeholt. Dafür, dass es kostenlos ist – zumindest für Besitzer der Vollversion von Battlefront – ist die “VR Mission” recht ordentlich. Gibt genügend andere VR-Spiele, die es nicht wert sind gekauft oder gespielt zu werden und da gehört Battlefront VR Mission wahrlich nicht zu. Ich kann es jedem, der es spielen könnte (weil er Battlefront und PSVR besitzt) nur wärmstens empfehlen. Bleibt nur zu hoffen, dass es irgendwann in den nächsten 24 Monaten ein richtiges X-Wing VR-Spiel geben wird, als nur eine rund 15-minütige Mission. Aber, der Anfang wurde gemacht. =)

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