Cover Rogue One, Quelle: StarWars.com

Vorfreude auf ROGUE ONE – a STAR WARS Story

Nicht mehr lange, also rund 4 Tage und der erste STAR WARS-Ableger „Rogue One“ kommt in die Kinos. Zwar werde ich nicht – wie letztes Jahr um die Zeit bei „Das Erwachen der Macht“ –  in die Mitternachtspremiere gehen, trotzdem zähle ich jetzt schon die Tage herunter, bis ich endlich im gemütlichen Kinosessel eher liegen statt sitzen kann.

Diese Vorfreude ist riesig, denn schon als Kind bekam ich und der Freundeskreis von den etwas älteren Kids die Legende um „Krieg der Sterne“ mit. Als dann auch noch 97 die alten Filme (OT = Original Trilogy) in die Kinos kamen, waren wir wie gefesselt. Gefesselt von den Effekten, der Story und den Charakter und natürlich wollte ich selbst gerne ein Lichtschwert besitzen und gewisse Machtfähigkeiten haben. Ich war Fan, besaß bzw. besitze noch Action-Figuren, mit denen stundenlang Filmszenen nachgespielt oder neue Geschichten entworfen wurden. Die Zeit verging und kurz darauf kam zwar die neue Trilogie (PT = Prequel Trilogy) in die Lichtspielhäuser, die das für mich typische STAR-WARS-hafte vermissen ließe, doch irgendwie und irgendwo wurde man ab und an mit Anspielungen auf „die gute alte Zeit“ konfrontiert und Darth Vader, die Macht und Co. waren dadurch nie ganz aus dem Sinn.

Filmposter STAR WARS Special Edition 1997, Quelle: StarWars.com

Filmposter STAR WARS Special Edition 1997, Quelle: StarWars.com

Besonders nicht, als ich Anfang 2002 bei GIGA GAMES auf Jedi Knight II – Jedi Outcast aufmerksam wurde, wo es um die Zeit nach „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ ging. Erneut war ich Feuer und Flamme und verbrachte Stunden um Stunden mit dem PC-Spiel von LucasArts. Zwischenzeitlich kamen noch andere Games auf den Markt, die alle zumindest für kurze Zeit wieder das STAR WARS Fieber auslösen konnten, wie das einfach gehaltene Strategischspiel „Empire at War“ oder die Action-Reihe „Force Unleashed“.  Sie alle konnten aber eines, die schrecklich PT ein wenig vergessen machen. Hier und da erlebte man, egal ob im „Real Life“ oder virtuell Anspielungen auf irgendwelche pseudo-lustigen Szenen mit Jar Jar Binks usw. , trotzdem, wenn von STAR WARS im Freundes- und Bekanntenkreis die Rede war, dann ausschließlich von Episode 4 bis 6.

Cover Jedi Knight 2, Quelle: LucasArts

Cover Jedi Knight 2, Quelle: LucasArts

 

Als die Meldung kam, dass STAR WARS-Schöpfer George Lucas sein Baby und alle dazugehörigen Lizenzen und (Effek)Schmieden an die Disney-Company verhökert hat, war ich zwar erst zwiegespalten, doch je länger ich darüber nach dachte, desto mehr konnte ich mit dem Gedanken anfreunden, dass Lucas direkt nichts mehr mit dem Produkt am Hut hat. Und warum dachte ich so? Weil Disney vielleicht in erster Linie für Kinder(trick)filme steht, aber dennoch auch für ältere Zuschauer bis dato was auf die Beine stellen konnte. Das Walt Disney Studio Entertainment Franchise ist gewaltig und eben nicht nur an den Cartoons und sonstigem Klamauk auszumachen.

 

Jedes Jahr ein STAR WARS Film

Auch der Ankündigung gegenüber, dass man nun etwa jedes Jahr ein Filmchen herausbringen wollte, war ich erst skeptisch. Früher war es ja immer die 3-Jahres-Regelung, also drei Jahre Pause zwischen den Filmen. Aber jedes Jahr einer? Das könnte doch nicht funktionieren. Stopp, es war zwar von Anfang die Rede, dass man im jährlichen Rythmus veröffentlichen wollte, aber die Filme nicht unbedingt was miteinander zu tun haben müssen. Kurz darauf erklärte man der Welt, dass die Teile der Triologien immer alle 2 Jahre in die Kinos kommen und dazwischen sogenannte Ableger, also Spin-Offs, wo es Nebenstories bzw. Nebencharaktere geht. Gut dachte ich, man kann zwar Gefahr laufen, dass man das Thema STAR WARS auslutscht, aber die Welt, also das Universum ist doch groß. So schnell wird das schon nicht passieren.

Über die erste Veröffentlichung, also den 2015er Film „Das Erwachen der Macht (The Force Awakens)“ kann man ebenso streiten, wie darüber, welcher der OT Teile der Beste sei oder ob man die PT mag oder nicht. Ich war und bin froh, dass das große Franchise-Universum nun genutzt wird und dass man so einige Lucas’sche bzw. gar Peter Jackson’sche Geilheiten wieder ruhen lässt und sich vom Quatsch entfernt hat. Damit mag ich zwar vielen auf den Schlips treten, doch mir gefielen die Widersprüche in der PT zur OT nicht (alles was mit Yoda, Kenobi und der Macht zu tun hat), sowie die ganzen akrobatischen Effekte, oder soll ich lieber sagen, die möchtegern-Effekte?

Wie froh war ich, als Ende 2014 der erste Teaser zu TFA erschien und man bereits erkennen konnte, wie die Effekte aussehen werden. Cleverer Einsatz von CGI und sonstigen Computereffekten und mehr echte Explosionen, Kostüme, Animatronics, Puppen und Co. Herrlich.  All das, was die OT damals ausmachte, vermisste ich in der PT. Darum, egal wie stark die Hommage von TFA an Eine Neue Hoffnung ist, der Film weiß mir zu gefallen und darauf kommt es mir an.

 

Und täglich grüßt der Todesstern

Ist er DER heimliche Star der STAR WARS Saga? Nicht irgendeine Person oder Alien, nein, der Death Star! Immerhin wird seine Story immer wieder aufgerollt und regelrecht verwurstet. Es geht immer über eine überdimensionale Super- und Massenvernichtungswaffe, die am Ende durch immer durch eine simple Schwachstelle vernichtet wird. So war es der Plot zu Episode 4, 6 und 7. Was macht der erste Ableger, Renegat Eins? Hier geht zwar nicht um die Mission, die Raumstation zu vernichten, sondern dazu erstmal die Pläne zu beschaffen um zu schauen, wie man das Ding überhaupt hochjagen kann. Also die Vorgeschehnisse zu ANH, Episode IV.

Filmposter Rogue One, Quelle: StarWars.com

Filmposter Rogue One, Quelle: StarWars.com

 

An sich mag die Story schon ausgelutscht und damit öde sein. Doch hier kommt es auf die Verpackung, also Art und Weise an, wie Regisseur Gareth Edwards (Godzilla) den Todesstern und alles drumherum verpackt. Storytelling kann Edwards, Effekte – wenn er sie denn benutzt, dann ordentlich – aber Charakter kann er nicht. Das konnte er bei Monsters und auch bei Godzilla nicht. Aber wer eh erwartet, dass bei einem STAR WARS Film die Charaktere im Fokus liegen, der hat eh die falschen Erwartungen. Es kommt auf das Gesamtpaket an, also Action, familiäre Beziehungen, Laserwaffen, Aliens, bunte und fremde und vielleicht bizarre Welten, Freundschaften, Gut vs. Böse, Hell gegen Dunkel und,  Androiden dürfen nicht fehlen und da wird „Rogue One“, a STAR WARS Story mich nicht enttäuschen…

 

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